Die freundliche Banane
Mögen wir freundlich sein
und liebevoll zu uns selbst.
Freundlich zu sein bedeutet uns selbst und anderen liebevoll zu begegnen. So wie ein Freund einem anderen Freund begegnet. Beginnend mit einer liebevollen Umarmung um die Verbindung herzustellen. Erwartungsvoll und gespannt wäre er auf unsere Erlebnisse und Gedanken. Bereit sich mit uns zu freuen. Bereit mit uns traurig zu sein. Wir sind freundlich zu uns selbst, wenn wir für uns selbst da sind. Wir schauen auf uns, sind bereit uns selbst beizustehen und verurteilen nicht. Wir geben acht auf uns und schauen, dass es uns gut geht. Wir glauben an uns selbst und bestärken uns in unseren Vorhaben. Wir geben uns selbst Sicherheit, indem wir uns selbst vertrauen.
So wie ein Freund einem anderen Freund begegnet, so können wir uns selbst begegnen. Wir können uns durch diese Freundlichkeit selbst Sicherheit und Liebe geben. Wir können uns selbst das Gefühl geben richtig zu sein. Weil wir das ja sowieso sind. Wir haben leider gelernt, dass wir irgendwie nicht richtig sind. Nicht groß genug, nicht stark genug, nicht intelligent genug, nicht gut genug. Und nichts davon ist wahr. Wir sind nämlich richtig, genauso wie wir sind. Weil wir einzigartig sind, genau so wie wir sind. Nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu hässlich, nicht zu laut, nicht zu anstrengend, nicht zu (bitte selbst einsetzen), sondern einfach ein ganz besonderes, wunderbares Wesen. Einfach so. Genauso wie wir sind. Richtig, so wie wir sind.
Wir alle sind Menschen, mit all unseren Stärken und Schwächen, mit all unseren schönen und unschönen Erlebnissen, mit unserem Schmerz, unseren Ängsten, den Erfahrungen von Zurückweisung und Einsamkeit. Wir waren Beschimpfungen und Hass ausgesetzt und haben ganz Schlimme Dinge gesehen und entsetzliche Geschichten gehört. Wir alle haben schon einmal erlebt, wie es ist zu leiden. Wir alle haben Freundlichkeit verdient. Für alles was wir durchgemacht haben. Wir haben es uns verdient, dass uns jemand richtig in den Arm nimmt. Wir haben es uns verdient, dass uns jemand auf die Schulter klopfen und stolz auf uns ist, was wir nicht alles erlebt haben und wie wir das alles irgendwie gemeistert haben. Wir mögen vielleicht schlimme Fehler gemacht haben, uns selbst und andere Menschen schlimm verletzt haben, aber unser Freund würde uns trotzdem beistehen und uns an uns glauben. Unser Freund würde uns an der Hand nehmen und uns liebevoll begleiten.
Wir dürfen unser eigener Freund sein und uns liebevoll begegnen. Wir dürfen uns selbst, mit allem wie wir sind, liebevoll annehmen. Wir sind liebeswert und wertvoll, genau so wie wir sind. Alles andere sind nur Geschichten. Werden wir unser eigener Freund. Denn unsere gemeinsame Reise beginnt mit Freundlichkeit zu uns selbst.
Mantra:
“Möge ich freundlich sein und liebevoll zu mir selbst.”
Poem:
Naomi Shihab Nye – Kindness
